Los ging das Weltumrundungsvorhaben in Südafrika, das eigentlich ja nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Australien gedacht war. Da man aber nur von Jo´burg nach Down Under fliegen konnte, nahmen wir uns schließlich doch 3 Wochen Zeit um die Strecke von Kapstadt zurückzulegen.
Baz-BusOhne irgendwelche Infos und Erfahrungen über Afrika, außer den besorgten Wortmeldungen einiger Nichtswissenden im Bekanntenkreis („Afrika? Des is ja soooo gfährlich! Überlegts eich des nuamoi, da dat i ned hifoarn, blabla!“), machten wir und auf dieses tolle Land zu entdecken, das später noch zu den Highlights der Reise zählen sollte.
Prinzipiell: Zeit hat man immer zu wenig und in 3 Wochen konnten wir uns wirklich nicht mit viel mehr befassen als die geplante Strecke halbwegs vernünftig ohne große Umwege zurückzulegen, wir haben es ja nicht einmal in den Krüger Nationalpark geschafft!
Kaum aus dem Flughafengebäude, machte sich große Euphorie breit, vor allem der Wechsel vom kalten, verschneiten Österreich im Jahrhundertwinter zu diesem subtropisch, heißen Südafrika.
Eines der ersten Sachen, die man hier zu hören bekommt: „Einmal Kapstadt, für immer Kapstadt!“ Das sollte uns auf der Reise noch öfters zu Ohren kommen…
Die Fortbewegung auf unserer Route war mehr als einfach, und zwar geht das mit dem so genannten Baz-Bus, der einen von Tür zu Tür bringt. Somit entfällt das lästige Nichtwissenwomangeradesteht und Hostelsuchen vollständig. Das Ticket ist zeitlich und streckenmäßig sehr flexibel und man kann sogar DVD´s schauen. Man kommt auch schneller mal ins Gespräch und trifft die Leute im Verlauf auch immer wieder. Das Streckennetz ist ganz gut ausgebaut, die Hauptroute führt die ganze Südküste entlang bis nach Johannesburg und die Busse fahren auch relativ häufig. Richtung Mosambik im Osten kann man auch noch fahren, aber dann hört sich das Wegenetz auch schon auf, vor allem Inland ist noch sehr bedürftig.
Das Ganze ist auch nicht ganz billig, ich denke wir haben für unseren 2 Wochenpass für die ganze Strecke um die 200 Euro bezahlt, mit dem öffentlichen Zug ist es sicher billiger und wahrscheinlich auch nicht lebensgefährlich, da wir einige Leute getroffen haben, die das so gehandhabt haben.
Das Schlafen in Hostels kostet meistens 70 Rand, das entspricht etwa 10 Euro und man bekommt sogar hin und wieder ein Doppelzimmer dafür. Zu viel darf man sich nicht erwarten, aber im Grunde waren die Unterkünfte meistens sauber und gepflegt. Probier das einmal bei uns für 10 Euro, außer ein paar Ausnahmen, wird es kaum was geben. Auch das Essengehen kann man sich hier als Backpacker auf einmal leisten, aber trotzdem kommt schließlich doch was zusammen und auf dem Kontinent zählt Südafrika sicher zu den teuersten Ländern.
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