„Ich mache sicher keinen Tauchkurs, kein Interesse, und außerdem mit den Ohren, Druckausgleich und so, das könnte problematisch werden, und überhaupt so tief und was ist wenn die Haie kommen, bla bla …“, war an und für sich meine unverrückbare Einstellung dem Tauchen gegenüber, aber es brauchte keine zwei Stunden auf der Insel um sie wie eine Feder wegzublasen. Nein, nicht nur der Grundkurs Open Water war dran, sondern es musste gleich noch der Advanced hinten nach und das mit vorbildlicher Streberhaftigkeit. Auch der Walhai muss das gerochen haben, denn er ließ sich gleich beim fünften Tauchgang blicken. Wenn das nicht ein erfolgreicher Beginn für die Tauchkarriere ist …Eben, die Letzten werden die Ersten sein!
Abschreckend waren dann noch die zahlreichen verwundeten Touris mit Bandagen um Arme und Beine, die wir uns zunächst nicht erklären konnten und dachten, dass die Verletzungsgefahr unter Wasser äußerst hoch sein muss. Dabei hatten die Ärmsten oder auch die Dümmsten, wie man es nimmt, nach der Reihe Unfälle mit den Mopeds, die die einfachste und beliebteste Fortbewegungsmöglichkeit auf der Insel sind. Wir kluge Menschen oder auch dumme, wie man es nimmt, nahmen stattdessen lieber ein Rad um die Insel bei der größten Nachmittagshitze zu erkunden. Auch das verursachte fragwürdige Blicke …
Wir begaben uns in die Hände des Ban´s Imperiums am südlichen Sairee Beach, erste und unkomplizierteste Wahl wenn auch vielleicht nicht die schönste. Die Tauchschule und das Personal muss ich nur loben, wobei die ohnehin schon so ausgelastet sind, dass sie gute Mundpropaganda gar nicht nötig haben. Die etwas südlicher gelegene Chalok Bay ist um einiges kleiner, ruhiger und um vieles idyllischer. In diesem 30 Grad warmen, türkisen Wasser könnte ich es Stunden, Tage, meinetwegen ewig aushalten.
Auch das Nachtleben kann man gerne annehmen, wenn man davon absieht, dass der Altersdurchschnitt auf der Insel kaum über 20 hinausgeht. Aber man kann sich neben der sagenhaften Feuershow vor dem Lotus auch über die frischgebackenen Backpacker amüsieren, die nach der Vollmondparty von Koh Phangan nach Koh Tao kugeln um sich von ihrem Trip zu regenerieren oder dort weiterzumachen wo sie aufgehört haben.
Von Chumpon kommt man zweimal täglich binnen zwei Stunden mit dem Lomprayah Express auf die Insel und außerdem noch mit zahlreichen langsameren Booten, die mehrere Stunden dafür benötigen.

WoW Ich beneide euch!
Ich hätte jetzt auch lust auf einen atemberaubenden Tauchgang