Quo vadis Berlin Tegel?
Als Interrail noch das ultimative Erlebnis war und man sich durchs Zug fahren unbedingt Übernachtungen sparen wollte, kam ich bei meinem ersten Berlinbesuch einst am legendären Bahnhofszoo an. Doch in Zeiten von Low Cost Airlines, die uns allen ein Begriff sind (am besten noch ausnutzen, denn wer weiß, wie lange es sie noch gibt?!) findet mittels Billigflug die erste Begegnung mit der Stadt meist in Berlin Tegel statt – Flughafen, Ortsteil und größtes Gefängnis der Bundesrepublik zugleich. Doch nun muss der gute alte Tegel wohl bald dem neuen BBI weichen …
Dabei hat Tegel, der nach dem Pionier der deutschen Luftfahrt auch Flughafen Otto Lilienthal genannt wird, zumindest einen großen Vorzug. Vor allem die günstige Lage nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt mit rascher, öffentlicher Verkehrsanbindung macht den größten Flughafen der Stadt auch zum beliebtesten und meist besuchten mit über 14 Mio. Passagieren jährlich. Mit Ausstattung, Komfort oder Atmosphäre kann der Flughafen hingegen keineswegs locken, da seine Infrastruktur schon längst nicht mehr mit dem steigenden Besucherstrom der letzten Jahre mithalten kann. Wer schon öfters dort war, weiß wohl nur zu gut, dass lange Wartezeiten und endlose Schlangen trotz stetigem Ausbau zur alltäglichen Tegel-Erfahrung gehören.
Mitunter Gründe warum schon in den nächsten Jahren dieses altbekannte Bild der Vergangenheit angehören könnte. Denn das größte und aktuellste Megaprojekt der Hauptstadt ist der Ausbau des außerhalb der Stadt gelegenen Flughafens Schönefeld zum Airport BBI (Berlin Brandenburg International) bis 2011 und die damit einhergehende Verlagerung des internationalen Flugverkehrs mit der Entlastung des Flughafen Tegels.
Bevor sich Tegel gänzlich in Nostalgie wiegen kann: von unserem schönen Wien dauert ein Flug nach Berlin nicht einmal 1 1/2 Stunden, ein Hupfer quasi

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