Scotland meets Austria
Es war einmal in Brounshill, wo zwei liebe Freunde sich entschieden einander das Jawort zu geben, genau genommen im putzigen Haddington. So machte sich die Hochzeitsgesellschaft von der Schafweide auf ins hiesige Standesamt. Die Zuagroaste im schlichten Kleid – der Highlander im traditionellen Schottenrock. Die Familie weitgehend solidarisch in gleicher Tracht mit jugendlichen Ausnahmen in dezenten Bonbonfarben und Prinzessinnenkrone – und die Austrians selbstverständlich in ihren Nationalfarben.
Nach einem frischen Fotoshooting folgte auf den Aperitif ein bodenständiges Dinner im Hotel, wobei einem das optionale Haggis nicht vorenthalten wurde. Sensible Worte rührten uns zu Tränen, obwohl Best Man’s Rede noch immer Bedarf an further clarification hat.
Get the Party started, dachte sich dann der DJ, wobei kurzer Hand der Speisesaal in eine bunte Discokugel umfunktioniert wurde. Vom Speckschneiden über Baumstammwerfen bis hin zu Tossing the Wellie (oder auf Austrian English auch Willy, was einen allgemeinen Lachkrampf nach sich zog) wurde das Brautpaar in den Hafen der Ehe gelotst. Zwischen Whisky, rotierenden Dirndln, schottischen Volkstänzen und Macarena blieb noch immer Zeit für ein kleines Pläuschchen zwischendurch über die zeitlose Eleganz der Gmundner Keramik und die österreichische Tracht, die man gerne als weibliches Pendant zum Schottenrock adaptieren wollte.
Emotionen, Vibrationen, Reaktionen brachte schließlich der ohrenbetäubenden Höhepunkt: der Überraschungsauftritt von schottischen Bagpipers, die das Brautpaar erneut zu Tränen rührten wie auch die Tanzperformance des jüngsten Hochzeitsgastes, der die Füßchen wild tanzen ließ.
Letztendlich tauten auch die kühlen Schotten auf und die verklemmten Österreicher wurden sentimental: “I hob a Tochter an Schottland verloren” – ja das bedauern wir wohl alle. Aber das Fest erinnerte uns, was uns hier im ehrwürdigen Brounshill zusammenkommen ließ: die Liebe zweier Menschen, die mehr als nur eine Hürde überwinden musste bis Sie zu ihrem gemütlichen Nest gelangte. “All you need is love tatamtatatata ….!”
Last But not least darf der runde Abschluss der Feierlichkeiten nicht unerwähnt bleiben: eine private Führung der Hochzeitsgesellschaft am Tag danach durch die Räumlichkeiten der berühmten Glenkinchie Distillery. So let’s walk to the spirrrrrit safe, sag ich da nur

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