Down Under

21Nov06

Klassisches Aussie road signDestination Nummer eins in Australien war selbstverständlich Sydney, das auch gleichzeitig den letzten Stopp bedeutete, da wir die klassische Australienroute des westlichen Teils unternahmen und quasi eine Runde fuhren. Zunächst ging es mit den Greyhound Bussen weiter in die Hauptstadt Canberra, von der uns zwar abgeraten wurde, weil es da nichts zu sehen gäbe, aber wenn man schon mal ans andere Ende der Welt fährt, dann muss man doch wenigstens die Hauptstadt gesehen haben! Nächstes Ziel die Konkurrenzmetropole zu Sydney: Melbourne, wo wir wirklich eine sehr ereignisvolle Zeit verbrachten. Die Great Ocean Road begingen wir mit unserem ersten Van von Wicked namens „Prime Minister“, der uns bis Adelaide brachte, obwohl wir schon stark an seinen Fähigkeiten zweifelten. Eine ewige Busfahrt weiter entdeckten wir das rote Zentrum mit Alice Springs, Uluru und allem was dazugehört. Schnell noch einmal mit dem Flugzeug hinübergehüpft nach Cairns um in den letzten 5 Wochen mit unserem zweiten Van „Charlie“ die Ostküste hinunterzutuckern.

Im Nachhinein betrachtet sehe ich in Australien als einzig vernünftigen Weg den Kontinent zu bereisen mit dem Auto bzw. Van zu fahren. Dabei rentiert es sich auf jeden Fall eines zu kaufen und am Ende wieder zu verkaufen, nur stellt sich die Frage ab welchen Zeitraum sich das wirklich auszahlt. Deshalb haben wir beschlossen, dass es sich für uns nicht auszahlt und haben uns deshalb Vans von Wicked gemietet, aber viele Leute nehmen sich schon ein halbes Jahr Zeit um das Land zu bereisen und das unendliche Freiheitsgefühl zu genießen.

Die Preise von Wicked waren so ziemlich am günstigsten (40 AUS$/Tag, zur Hauptsaison kann es auch um einiges mehr sein, abhängig von Jahreszeit und Zeitraum) und es zahlt sich auf jeden Fall aus wenn man richtig in seinem Van lebt, das heißt essen, schlafen und nicht auf Campingplätze fahren, obwohl man ja eigentlich auf Parkplätzen nicht schlafen darf und hin und wieder mal aus dem Schlaf geklopft wird, aber das passiert hauptsächlich nur an stark frequentierten Spots.

Wenn man sich Australien anschauen will, braucht man einiges an Geld zur Verfügung. Zwar hatte ich das Gefühl, dass der alltägliche Bedarf sogar ein wenig billiger ist als bei uns, aber Transportkosten, sprich Bus und Übernachtungen fallen schon sehr ins Gewicht, vor allem das Leben in den Städten ist teurer, aber das ist ja meisten so. Und was oft unvermeidbar ist, sind die Touren um sich die Hauptattraktionen wie Uluru, Whitsundays, Fraser Island etc. überhaupt richtig ansehen zu können.

Sehr beliebt ist das Working Visa für Australien, das man sich für ein Jahr ausstellen lassen und damit überall arbeiten kann, kein Problem für uns Österreicher und für Deutsche, aber die Schweizer kriegen es nicht! Viele arbeiten bei der Ernte mit, Obstpflücken und so, und daneben gibt es auch noch oft die Möglichkeit in den Hostels für gratis „Ac“ (Accommodation = Unterkunft) zu arbeiten.

 
 

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