Ostküste: Brisbane bis Sydney
Brisbane war nach diesem sehr entspannenden und ruhigen Küstenabschnitt eher ein Schock, ich empfand die Stadt lediglich als hektisches Finanzzentrum, also haben wir bereits nach einem kurzem “stopover” die Stadt wieder verlassen und uns an die Gold Coast begeben.
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Als nächstes waren Surfer´s Paradise und Broadbeach an der Reihe, wo reich und schön sich trifft und man sich in amerikanischer Lebensweise übt. Eine ganze Woche durften wir dort im Radisson Resort verbringen, wo uns der Aufenthalt großzügigerweise gesponsort wurde - nein, wir hätten uns das nicht geleistet, die Besatzung hat auch durchaus verwundert dreingeschaut als wir mit unserem tollen Van und Backpacks dort auftricksten! Nach dem Leben im Auto war es eine willkommene Abwechslung und wir fühlten uns wie der Kaiser in China: Pool, Fitnessstudio, Fernseher und ein geräumiges, sauberes Badezimmer, was will man mehr?
Der Name Surfer´s Paradise ist eher irreführend, da es nicht wirklich als Paradies für Surfer taugt. Die Stadt ist nur eine einzige künstliche Erlebniswelt für Touristen mit Hotelkomplexen über und über, riesigen Einkaufszentren und beherbergt quasi den Hausmeisterstrand Australiens.
Das Highlight der Woche war auf jeden Fall der Tagesausflug nach Nimbin, einem nahegelegenen Hippiedorf einige Kilometer Inland. Dort fand das ganze Wochenende das Mardi-Grass Festival statt, eine Legalisierungveranstaltung mit unzähligen Ständen, Musik und einem bunten Umzug. Sehr kurios mit den ganzen alteingesessen Hippies, die unserem rasanten Leben entsagt und sich dort abgeschottet zwischen bewaldeten Hügeln zurückgezogen haben.
Eine Tagesfahrt weiter landen wir in Byron Bay, dem Inbegriff von Surferkultur und unkonventioneller Lebensweise. Hier trifft sich alles: vom Familienurlauber bis zum hippen Surfertypen, hier tut sich immer was. Das erste und einzige Mal, dass wir uns an einem Campingplatz (First Sun Holiday Park, optimalste Lage) niederließen, da das Campen auf offener Straße sehr streng gehandhabt wird, allerdings erst in jüngster Zeit seitdem der Tourismus dermaßen floriert, dass man es sich leisten kann mit den Preisen und Gebühren hoch zu fahren. Aber ein Besuch zahlt sich auf jeden Fall aus, nicht um sonst hört man ständig Lobeshymnen über diese Ortschaft. Die Atmosphäre ist einfach einmalig und die Landschaft bewundernswert. Ein Spaziergang zum Cape Byron bietet eine schöne Aussicht über die Bucht und man könnte einfach stundenlang den mehr oder auch weniger guten Surfern bei ihren Versuchen zusehen.
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Den Großteil haben wir nun schon hinter uns an der Ostküste, nur mehr ein paar Zwischenstopps bevor wir in Sydney eintreffen. Da wären mal Coff´s Harbour und Port Macquarie, sehr sympathisch und mit viel Sonne gesegnet. Hier sind wir gerade noch an der Schneide, wo die Temperaturen noch halbwegs hoch sind, da es in Sydney bereits sehr herbstlich ist.
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Eine schöne Strecke zum Fahren ist die Gegend rund um Forsters, Pacific Palm und Buladelah, sehr einsam und schön, deshalb rechtzeitig tanken bevor man sich auf den Weg macht! Einen letzten Stopp vor Sydney machen wir in Newcastle, einer eher wenig ansprechenden Industriestadt.
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Über Sydneys Vororte geht es in die östlich gelegenen Blue Mountains, ein beliebter Wochenendausflug der Sydneysiders zum Wandern. Berühmt sind sie für ihre “Three Sisters“, einer Gruppierung von drei Felssäulen, die man über eine Aussichtsplattform bewundern kann. Beschilderte Wanderwege durch die Berge und zu Wasserfällen ermöglichen eine einfache Orientierung.
Und schließlich back to Sydney, noch eine Woche in der Metropole bevor es nach Neuseeland geht!
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