Bei den Kiwis

10Dec06

Wie es wohl am anderen Ende der Welt bei den Kiwis, wie die Einwohner Neuseelands liebevoll genannt werden, aussieht? Das habe ich mich schon oft gefragt, um so gespannter war ich auf dieses für uns so unendlich weit entfernte Land Neuseeland (Aotearoa auf maori). Nach Australien war es zunächst einmal ein Temperaturschock, da sich hier schon der Winter bemerkbar machte, vor allem im Süden.

Lake MathesonLake MathesonLake MathesonLake Matheson

Die Reise startete auf der Nordinsel in Auckland, der größten Stadt Neuseelands, nein nicht Hauptstadt, diese ist nämlich das südlicher gelegene Wellington. Weiter ging es ins aktive Thermalgebiet von Rotorua im Herzen der Nordinsel, dann ein Stück gen Süden zum Lake Taupo, an die Westküste nach New Plymouth und schließlich nach Wellington. Von dort nimmt man die Fähre auf die Südinsel nach Picton. Die Südinsel ist durch ihre Form einfacher zu bereisen, da man leicht eine Rundfahrt machen kann, an der Westküste runter und an der Ostküste wieder rauf. Zu unseren Destinationen zählten Nelson, das wahnsinnig schöne Punakaiki mit seinen Pancake Rocks, Greymouth, Fox Glacier in den Southern Alps, Queenstown, Christchurch, Hanmer Springs und schließlich führte unser Weg wieder nach Wellington.

Das Reisen hier ist sehr unkomliziert, die Busverbindungen sehr gut. Einerseits gibt es die so genannte Kiwi Experience, das Pendant zur Oz Experience in Australien, eine geführte Busreise mit unterschiedlichen Streckenführunegn, die vor allem junge Leute als Zielgruppe hat, allerdings auch einen schönen Haufen Geld wert ist. Die herkömmlichen Busse, Intercitys, sind dagegen halbwegs günstig. Man kann sich einen Flexi Pass mit einem Kontingent an Kilometern zulegen und jederzeit ein- und aussteigen bis alles verbraucht ist. Auch Autostoppen fällt nicht schwer, da die Kiwis so ziemlich das freundlichste Volk auf Erden sind, vorausgesetzt man trifft überhaupt auf Autos. Auto mieten oder kaufen ist hier natürlich auch eine sehr beliebte Variante, aber Camping im Winter weniger empfehlenswert.

Der neuseeländische Dollar ist relativ günstig für uns, fast 2 zu 1, und man kommt mit seinem Geld besser über die Runden als in Australien. Das Jugendherbergsnetz ist sehr gut ausgebaut, vor allem die YHA Hostels haben hier fast ein Monopol, da man bei der Buchung des nächsten YHA immer Rabatt bekommt und quasi von Hostel zu Hostel weiter gereicht wird. Die Übernachtungen kosten selten mehr als 10 Euro pro Nacht. Vor allem der Standard der Herbergen ist sehr hoch und es wird sehr viel Wert auf Instandhaltung gelegt.

Winter ist nicht unbedingt die beste Zeit Neuseeland zu bereisen, da man auf viele Wanderungen auf Grund der Witterungsverhältnisse verzichten muss und einem die tollen Strände im Norden auch nichts bringen (faszinierend: schwarzer Sandstrand, wo der Film “Das Piano” gedreht wurde), aber es hat auf jeden Fall auch seinen Reiz und außerdem wer war schon mal in Neuseeland Schifahren?

 
 

One Response to “Bei den Kiwis”  

  1. 1 chrisi

    neuseeland muss ein traum gewesen sein! die fotos sind echt spitze!!

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