El Perú

18Dec06

Die Busfahrt nach Arequipa war sehr beeindruckend über diese hohen Gebirgspässe und auch am Bordservice mangelte es nicht, die Verkäufer steigen einfach mit einer handvoll peruanischer Snacks ein und im nächsten Kaff wieder aus. In Arequipa (Unterkunft: Hospedaje el Caminante Class, ohne Frühstück, kleine, aber ordentliche Zimmer) spielt sich das Leben ausgiebig auf der Straße ab, überall wo man hinschaut, zeigt sich ein Wirrwarr verschiedenster Eindrücke. Markant für die Stadt sind ihre gelben Taxis, die den Großteil der Fahrzeuge hier ausmachen. Gefahren wird nach dem Prinzip wer bremst verliert und das einzig verbindliche Verkehrszeichen ist die Hupe! Zu sehen gibt es hier unzählige Kirchen und an jeder Ecke wartet ein interessantes Gebäude. Sehr schön ist der Plaza de Armas, der Hauptplatz, der in fast jeder Stadt den gleichen Name trägt, mit seiner Grünfläche, der Kirche und den Restaurants rundherum. Märkte und Einkaufsmöglichkeiten gibt es genügend, mein Favorit: die Fruchtsaftmeile, die man in Peru auf fast jedem Markt findet: eine Kanne voll frisch gepresstem Saft mit einer großen Auswahl an Früchten!

Arequipa Markt in Arequipa Arequipa Fruchtsaftmeile

Weiter fahren wir nach Nasca (Hotel Alegria gegnüber vom Bahnhof, sehr fein, aber die Backpacker werden im Hinterhof im Kammerl versteckt ;)), wo wir uns die berühmten Nasca Linien der Inka ansehen. Mit einer kleinen Maschine kreisen wir eine halbe Stunde (etwa 40 Euro) über den Figuren und der Pilot macht auf jede aufmerksam um keine zu verpassen. Die mysteriösen Linien formen Bilder wie den Astronauten, den Affen, den Kondor, den Baum und viele mehr. In einem kurzen Infofilm zu den Linien erfährt man Wissenswertes über ihr Zustandekommen, das höchst umstritten ist. Beim Buchen sollte man aufpassen an welche Agentur man sich wendet, zwar bekommt man im Prinzip bei jeder das gleiche und auch die Preise sind im Großen und Ganzen einheitlich, aber wir waren mit der Anbieter Condor gar nicht zufrieden, da man uns zuerst den halben Tag warten ließ und uns nicht im geringsten über den Stand der Dinge informierte, ob und wann wir fliegen können, so dass wir kurzerhand das Geld zurück verlangten und uns an Aeroica wendeten, wo das Ganze etwas zackiger ablief.

Kondor Spinne Astronaut Kolibri

Die Hauptstadt Lima war unser nächster Halt, wo wir uns in der Vorstadt Miraflores (Friend´s House, wenig sauber, aber echt herzig!) einquartierten, da man uns davon abriet im Zentrum zu bleiben, wo man nicht so gut aufgehoben sei. Dabei handelt es sich deutlich um eine bessere Gegend in Limas Umgebung und man fragt sich zeitweise wirklich, ob man sich in den USA befindet oder in Peru, da riesige Shopping Malls und Fast Food Ketten die Ortschaft dominieren. Das Zentrum Limas hat mir sehr gut gefallen, den großen Hauptplatz mit seinen alten Bauwerken finde ich wunderschön und zufällig fand gerade ein religiöses Spektakel statt und der ganze Platz war von farbenfrohen Kostümen und Musik erfüllt.

Lima Lima Lima Lima

Die Reise geht weiter nach Cusco und dem legendären Machu Picchu, der Hauptattraktion Perus. Dort geht es diesmal mit dem Flugzeug hin, das genauso viel kostet wie die 30stündige Busfahrt von Lima!

Islas Flotantes Islas Flotantes Insel Taquile Lago Titicaca

Letzte Destination ist der Titicacasee, den sich Peru und Bolivien teilen. Der höchste größte navigierbare See der Erde auf fast 4000 m! Dort machen wir von Puno aus auf der peruanischen Seite einen 2tägigen Ausflug um die Inseln und die Lebensweise der Bevölkerung ein wenig näher kennen zu lernen. Als erstes halten wir auf den schwimmenden Inseln der Uros aus Stroh, die einige Meter dick sind und einfach ohne festen Boden auf dem See liegen. Dort bekommen wir einen kurzen Einblick wie die Menschen überhaupt fähig sind überleben zu können. Weiter geht es auf die Insel Amantaní, wo wir bei einer Gastfamilie übernachten. Kein Strom, das Wasser aus dem See und grundsätzlich eine sehr einfache Lebensweise. Wir wandern zum höchsten Punkt der Insel zum Tempel der Pachamama und die saubere Luft tut unglaublich gut. Am Abend findet eine Vorbereitungsfeier für den Unabhängigkeitstag am 28. Juli statt, wo Kinder Gedichte vortragen und ihre bunten Laternen präsentieren. Der Weg zur Unterkunft war etwas halsbrecherisch ganz ohne Taschenlampe und nicht einem einzigen Licht, dafür aber ein irrer Sternenhimmel, den man in unseren Breiten niemals finden wird! Am nächsten Tag halten wir noch auf der Insel Taquile, wo wir ebenfalls wieder Festlichkeiten in traditioneller Kleidung mit musikalischer Untermalung beiwohnen und sogar den ein oder anderen strickenden Mann entdecken!

Islas Flotantes Islas Flotantes Islas Flotantes Islas Flotantes

 
 

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