Machu Picchu
Auf ins Tourismuszentrum Nummer 1 in Südamerika! Ausgangspunkt für jegliche Art von Tour oder Besichtigung ist die Stadt Cusco auf über 3000m Höhe. Da wir aus Seehöhe einflogen, machten sich leider auch einige Symptome der Höhenkrankheit bemerkbar, die aber Gott sei Dank bald verflogen waren. Bevor man sich auf eine Tour begibt, sollte man sich ein wenig Zeit zum Akklimatisieren lassen.
Obwohl Cusco restlos von Touristen überlaufen ist, muss einem diese herrliche Stadt einfach gefallen. Alleine schon ihre Lage zwischen den Bergketten der Anden und die Architektur erwecken Interesse. Kirchen, Kirchen und nochmals Kirchen kann man sich ansehen und auch einige Museen. Sehenswert ist das Inkamuseum, das von präinkaischen Kulturen über Mumien und Handwerk viel Wissenswertes bietet. Vor allem fand ich die Darstellung des Wirtschaftens der Inka, an verschiedene Höhenstufen angepasst, sehr interessant. In näherer Umgebung kann man einige weniger bekannte Ruinen besichten, teilweise zu Fuß erreichbar oder mit Bus oder Taxi. Genächtigt haben wir im Hostal Resbalosa, wo man erst über einen steilen Weg und Stiegen hinter sich bringen muss, typisches Hostel mit Balkon und Blick über die Stadt, aber auf warmes Wasser sollte man hier in keinem billigten Hostel spekulieren!
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Cusco ist auch Mekka für Kunsthandwerk aus der Andenregion und diestrickenden einheimischen Frauen prägen das Bild. Am Hauptplatz tut sich immer was und man hat immer was zum Schauen. Auch gibt es einige nette Lokale mit Folkloredarbietungen, aber auch zeitgenössischer Musik.
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Die klassische Variante nach Machu Picchu zu kommen ist der halbwegs anstrengende Inka Trail oder man wählt die kürzere Option und fährt mit dem Zug nach Aguas Calientes um von dort das restliche Stück zu gehen oder zu fahren. Wir haben uns für einen alternativen 4tägigen Inka Trail entschieden, da der klassische schon Monate vorher ausgebucht ist.
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Den ersten Tag verbringen wir fast ausschließlich auf dem Fahrrad und fahren von über 4000 m runter auf etwa 2000 m um dort in einem kleinen Dorf die Nacht zu verbringen. Die Strecke war schlecht kalkuliert und da nicht alle in der Gruppe den Weg zurücklegen konnten bevor es finster wurde, mussten wir unterwegs Pick-ups anhalten.
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Die nächsten beiden Tage war ausgiebiger Fußmarsch angesagt. Im Morgengrauen brachen wir auf um das Tagespensum einzuhalten. Zu Beginn löste die gewählte Strecke wenig Begeisterung in mir aus, da wir uns ewig auf ausgegrabenen, provisorischen Straßen zwischen Lastwagenlärm bewegten. Am Nachmittag besserte sich endlich die Lage und wir fanden uns in einer natürlicheren Umgebung von Busch und Strauch wieder. Am Weg begegneten uns auch immer wieder Bananenstauden, Orangenbäume, Cocafelder und andere exotische Gewächse. Am Abend konnten wir in den heißen Quellen bei Santa Teresa, wo wir auch über Nacht blieben, entspannen.
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Am Tag 3 nahmen wir gleich am Morgen ein Bad bei einem kleinen Wasserfall um dann wieder den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Schließlich kamen wir bei Einbruch der Dunkelheit nach Aguas Calientes, wo circa alles 3x mal so teuer ist wie im restlichen Peru, dort kann man es sich ja erlauben!
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Am vierten Tag war unser Ziel erreicht und zeitig zum Sonnenaufgang waren wir bereits oben angelangt, wie auch unzählige andere Touristen, die wie Ameisen auf einem Haufen auf dem Gelände herumkrabbelten. Beinahe unmöglich ein Foto ohne Menschen zu erhaschen.
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Da sitzen wir nun zwischen den Ruinen und betrachten sie zu jeder erdenklichen Tageszeit. Eine Führung gibt uns einen Schnellkurs in Sachen Geschichte und Architektur und den restlichen Tag erkunden wir die Anlage auf eigene Faust. Sehr beeindruckend das kulturelle Erbe dieser höchst intelligenten Gesellschaft, aber durch diese große Popularität wird es sicherlich auch überbewertet. Man muss es eben einfach gesehen haben…
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Die Tour war meiner Meinung nach nicht ideal, die Route war teilweise nicht so ansprechend und der Guide völlig inkompetent. Unorganisiert und mit touristenfeindlicher Argumentation hat er wohl den falschen Beruf ergriffen. Wenn ich doch nur noch wüsste wie die Agentur hieß!

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