In der verführerischsten Stadt der Erde, die von Jesus Christus bewacht wird, angekommen, lassen wir uns in einen der nobleren Stadtteile in Strandnähe in den Süden bringen und bleiben im Crab Hostel Brasil in Ipanema, das über luxuriöse Bäder verfügt, sehr simple Zimmer und umso netteres Personal! Berühmt ist Ipanema natürlich für den Welthit Garota de Ipanema von Antonio Carlos Jobim, das im gleichnamigen und inzwischen zum Kult gewordenen Café entstand.
![]()
Die ersten Stunden verbringen wir damit die nähere Umgebung und die benachbarten Stadtteile Copacabana, Leblon und Leme zu erkunden und einfach nur zu schauen und zu staunen: Körperkult ad infinitum, auf der Strandpromenade scheint sich alles nur um Sport und Bewegung zu drehen (24 h Fitnessstudios!!), und vor allem für ihr Talent in allen möglichen Ballsportarten sind die Brasilianer bekannt.
The Brazilian Way of Life der Oberschicht oder besser gesagt der Cariocas (Einwohner Rios) wird wohl nirgends besser demonstriert als an diesen Stränden, wo man fast alles haben kann ohne sich auch nur einen Zentimeter wegzubewegen: kalte Getränke, Schrimpspieße in Limone, Eis, Massage und vieles mehr wird einem unter die Nase gehalten. Und auch die knappsten, fast schon kaum vorhandenen Bikinis können bewundert werden. Die Strände sind auch sehr gepflegt und die 6spurige Straße zwischen Promenade und Hotelkomplexen gilt es einfach zu ignorieren.
![]()
Es gibt viel zu machen und zu sehen in dieser Stadt: fangen wir mal an mit dem Fußballstadion Maracanã, Fußballfan hin oder her, es gehört einfach dazu sich hier ein hitziges Spiel anzusehen, das durch permanente Trommelrhythmen und Gesänge begleitet wird und bei dem sich die Leute die Seele aus dem Leib schimpfen!
Zu den beiden berühmtesten Sehenswürdigkeiten gehören der Corcovado mit der Jesusstatue, die mit dem Zug Linha Verde über eine sehr steile Böschung erreichbar ist, und gegenüber der Zuckerhut (Pão de Açucar), wo eine Seilbahn hinaufführt, mit Blick auf den See in Lagoa und den Stränden.
![]()
Ein Muss ist auf jeden Fall ein Abend im Stadtteil Lapa, der für sein florierendes Nachtleben bekannt ist. Am Wochenende ist ganz Lapa eine einzige große Party mit vielen Essens- und Getränkeständen im Freien. Zum Tanzen trifft man sich im Democratico, beliebt sind vor allem Forró Tanzabende, die man auch nett mit Vorspiel umschreiben kann. Und auch bei einem Live-Konzert der Reggaeband Ponto do Equilibrio konnten wir dabei sein. Ums Nachtleben braucht man sich keinesfalls sorgen, da Live-Musik sowieso fast an jeder Ecke geboten wird!
![]()
Nach ein paar Tagen sind wir ins Stadtzentrum nach Catete umgezogen, da es dort ein wenig günstiger ist und wir einen anderen Blickwinkel auf die Stadt erhaschen wollten weg vom Highlife in Ipanema. Dort blieben wir im sehr sauberen, aber irgendwie auch sehr ausgestorbenen Catete Hostel. Im Zentrum gibt es einige Museen und viele Märkte und vor allem billiges Einkaufen!
Die Favelas befinden sich hauptsächlich im Norden der Stadt, wo wir unabsichtlich noch eine Rundfahrt machten, da wir nicht rechtzeitig ausgestiegen sind. Es werden auch Touren angeboten, vergleichbar mit den Township Touren in Südafrika.
Alles in allem ein fantastischer Aufenthalt in einer fantastischen Stadt mit fantastisch verrückten Leuten!
No Responses to “Rio de Janeiro: cidade maravilhosa”
Please Wait
Leave a Reply