Birma, Burma, Myanmar
Vor über 2 Jahren haben wir das Land besucht, wobei weite Teile des Landes nicht zugänglich waren wie etwa Stammesgebiet im Norden zur Grenze Chinas. Auch der Name sorgt für Verwirrung, offiziell Myanmar, doch wird der von der Militärregierung erteilte Name von den Bewohnern, die sich lieber auf Burma beziehen, nicht gern gehört.
Mit der Thai Air fliegen wir aus Bangkok ein und befinden uns in Yangon, der Hauptstadt. Noch mehr Wolken, noch mehr Regen, noch mehr Luftfeuchtigkeit als in Thailand, warum sind wir denn auch ausgerechnet in der Regenzeit unterwegs? Aber bereits aus dem Flugzeug strahlt diese Landschaft mit dem saftigen Grün und den Dunstwolken etwas ganz Besonderes aus. Im Zentrum der Stadt steigen wir aus dem Taxi und werden auf jeden Schritt und Tritt nur angestarrt. Ich fühle mich mehr den je wie ein Eindringling, eine Auswärtige, die hier eigentlich nichts verloren hat. Viel Hilfsbereitschaft bringt man uns entgegen, die es nicht so leicht fällt richtig zu deuten, da die Kommunikation zunächst einmal gar nicht funktioniert.
Dass Tourismus hier nicht so alltäglich ist wie etwa im Nachbarland Thailand bekommt man stets zu spüren. Ich kann mich noch gut an unsere erste Mahlzeit erinnern, wo wir fast in einer Art Wohnzimmer saßen und mindestens 5 Burmesen um uns herumstanden und uns mit großen Augen beim Essen begutachteten, wobei einer schneller als der andere zur Stelle war als sich der Teller zu leeren drohte.
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Der Mittelpunkt dieser nett ausgedrückt wenig anziehenden Stadt ist die Shwedagon Pagode, die einen unglaublichen Kontrast zum Rest darstellt. Es ist tatsächlich alles Gold was glänzt. Erhaben erstrahlt sie über den Rest der Stadt mit ihrer mächtigen, goldenen Stupa. Gleich dreimal begaben wir uns in die spirituelle Atmosphäre der Tempelanlage, zum Sonnenaufgang, -untergang sowie am Nachmittag. Ein weiteres bekanntes Bauwerk ist die etwas kleinere, aber ebenfalls wunderschöne Sule Pagode.
Ein kurzer Besuch in einer Sprachschule, wo Mönche Englischunterricht bekommen, erfreute alle Gemüter. Glücklich waren sie ihre erlernten Fähigkeiten in die Praxis umsetzen zu können und auch wir, dass wir etwas mehr über die Situation in ihrem Land erfuhren. Über bestimmt politische Dinge zu reden wird von den Militärs nicht geduldet, den Namen der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in den Mund zu nehmen, traut sich kaum einer. Sie wird liebevoll als die „Lady“ bezeichnet.
Die Dinge gehen hier nur langsam vorwärts, die paar 100 km nordwärts nach Kalaw im Shan State legten wir in guten 20 Stunden zurück, da wir wegen einem Unfall die halbe Nacht warten mussten. Das angenehme Klima in Kalaw entschädigt dafür, gemäßigte Temperaturen, gute Bergluft und weniger Regen. Sehr schön ist der Markt, wo alle 5 Tage die Leute aus den Bergdörfern Handel betreiben. Hier standen wir in den Startlöchern für ein Trekking zu den Bergdörfern der Palaung, aber durch doch sehr starke Regenfälle in den Vortagen glich es eher einer Schlammschlacht und wir brachen am zweiten Tag wieder ab.
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Als Tagesausflüge von Kalaw eignen sich Pindaya, wo es eine Höhle mit hunderten wenn nicht tausenden Buddhastatuen zu sehen gibt und der Inle See mit seinem Floating Market. Der See funktioniert wie eine richtige Stadt, nur eben auf dem Wasser, aber es gibt im Prinzip genauso eine Infrastruktur wie an Land. Eine weitere Attraktion ist das Kloster mit den springenden Katzen, die von den Mönchen trainiert werden durch einen Reifen zu springen!
Die Fortbewegung auf kürzeren Strecken erfolgt meist mit Pick-ups nach dem Motto einer geht noch, ob am Dach bei den Hühnern oder auf dem Schoß, mitgenommen wird jeder!
Also ich muss sagen es ist eine Katastrophe was in diesem schönen Land derzeit passiert,
Hilfsgüter und Helfer warten in Thailand das Sie endlich helfen dürfen und die Reichen Machthaber lassen keinen ins L l Land !!! (Die brauchen ja nicht hungern und haben auch sauberes Wasser etc….).
Dort ist Amerika nicht präsent - dort gibt es auch keine Erdöl wie im Irak und nur durch Reden am Runden tisch geht es den menschen in Rangun und anderswo in Myamar auch nicht besser.
Man muss sich schämen was dort geschieht.
Gruss Hans.
Auf dieser website sind Spendenkonten - vielleicht bekommt die Bevölkerung endlich die erhofte Hilfe :
http://www.tagesschau.de/ausland/spendenbirma4.html