Pedrão dos DescobrimentosDiese Stadt ist es auf jeden Fall wert mehr als nur einmal gesehen zu werden, nicht nur wegen ihrer einzigartigen Atmosphäre, sondern weil es auch noch viel Schönes in ihrer unmittelbaren Umgebung gibt. Die schönsten Strände vor der Haustür, aber auch das Sightseeing kommt nicht zu kurz.

An der Costa de Lisboa, wo man eine Reihe von Vororten findet, lohnt es sich auch einmal in einem der anderen Viertel auszusteigen bevor man die Endstation Cascais erreicht. Denn auch in Estoril und Carcavelos finden sich schöne Strände, überfüllt sind sie im Sommer sowieso alle. Gut gefällt mir der Strand von Estoril, der am Fuße einer Burg liegt und eine lange Strandpromenade besitzt. Allerdings ist das Wasser in dieser Gegend nicht das sauberste und durch und durch mit Algen versehen, die sich geschmeidig um die Füße legen.

Strand von EstorilCosta da CaparicaBurg in EstorilCosta da Caparica

Für wirklich schöne Strände sollte man sich die Mühe machen mit der Fähre von der Station Cais do Sodré auf die andere Seite des Tejo zu fahren und von dort noch den Bus (von Cacilhas etwa eine halbe Stunde) an die Costa da Caparica zu nehmen. Dort angekommen erstreckt sich ein ewig langer Küstenabschnitt nur mit Sandstrand und sauber klarem Wasser! Die Gezeitensprünge sind teilweise gewaltig. Am späten Nachmittag verschwindet beinahe der gesamte Strand, so dass nur mehr ein schmaler Streifen übrig bleibt.

Pedrão dos DescobrimentosKloster in BelémTurm von BelémKloster in Belém

Schnell erreichbar ist der Stadtteil Belém, entweder mit der Straßenbahn oder 10 min mit der Schnellbahn, wo es das Seefahrerdenkmal Pedrão dos Descobrimentos zu bewundern gibt. Ein schöner Anblick bietet sich mit der Brücke Ponte 25 de Abril im Hintergrund, die über den Tejo führt. Weiters gibt es noch den Torre de Belém (Turm von Belém) und einen Park (Jardim do Ultramar) mit Pflanzen aus den Kolonien. Generell bietet dieser Stadtteil vielfältige Architektur, das moderne Kulturzentrum, sowie das alte Kloster Mosteiro dos Jerónimos, ein hervorstechendes Gebäude in Belém.

Palácio da PenaPalácio da PenaPalácio da PenaPalácio da PenaPalácio da Pena

Der wohl beste Tagesausflug in die Umgebung ist eine Fahrt nach Sintra, 40 min. mit dem Zug von der Station Sete Rios (U-Bahnstation Jardim Zoológico). Dort befindet sich das Erbe der letzten Monarchenfamilie, die in der Umgebung mehrere Anlagen errichten ließ. Einen Höhepunkt bildet der auf einem alles überblickenden Hügel gelegener Palácio da Pena mit kurioser Bauweise, bunten Türmen und arabischem Flair. Aber auch der Eintritt ist für 11 Euro für die gesamte Anlage saftig. Dazu kostet die Fahrt auf den Hügel noch einmal 4 Euro. Der Palast liegt inmitten eines riesigen Gartens mit Denkmälern, Teichen und Aussichtspunkten. Von oben kann man die Maurenburg (Castelo dos Mouros), die auf halber Höhe zur Altstadt liegt, überblicken. In Sintras Zentrum befindet sich der eher schlichte Nationalpalast (Palácio Nacional) und in der Umgebung verstreut befinden sich noch die Schlösser und Landgute von Monserrate und Regaleira, das Schloss Seteais und das Franziskanererbe Capuchos.

MaurenburgAltstadt von SintraPalácio da PenaNationalpalast von Sintra

Und noch immer bleibt mir einiges was ich mir für den nächsten Lissabonbesuch sparen kann. So gibt es noch die Küste nördlich von Cascais zu besuchen, das Felskap (Cabo da Roca), den westlichsten Punkt des europäischen Festlandes und eine Reihe sehenswerter Stadtteile und Vortorte!

 
 

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