Finnische Ferien
Nach der wunderbaren Überfahrt durch das Baltische Meer langweilen wir uns etwas in Turku und ziehen am nächsten Morgen gleich nach Helsinki weiter. In diesem Jahrhundertsommer hat es sogar in Skandinavien unglaubliche Temperaturen und die Mitternachtssonne noch dazu macht zu viel Schlaf überflüssig.
Die Stadt finde ich sehr interessant, auf den ersten Eindruck etwas heruntergekommen, aber sehr angenehm. Sie wirkt sehr hell, gemütlich und versprüht kaum Hektik. Sie unterscheidet sich schon merklich von anderen skandinavischen Städten, die sich alle im Grunde sehr ähnlich sind. Generell empfinde ich Finnland als eine Mischung zwischen Nordeuropa, Baltikum und Russland. Und das Lappland gibt es auch noch, was wieder ganz etwas Eigenes ist. Sei es Architektur, Sprache oder Mentalität, Finnland, vor allem Helsinki ist für mich eine einmalige Mischung! Vor allem die Sprache ist mehr als kurios mit den endlos langen Wörtern, unglaublich kompliziert …
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Das bekannteste Bauwerk ist wohl die Uspenski Kathedrale, eine orthodoxe Kirche auf einem Felsen, die von einem russischen Architekten errichtet wurde. Mir persönlich gefällt der weiße Dom von Helsinki wesentlich besser, der in seiner Erscheinung auf mich viel imposanter wirkt.
Als naturnah kann man Helsinki auf jeden Fall bezeichnen. In den Parks herrscht Hochsaison, vor allem die Massen junger Leute fallen mir sehr positiv auf. Und die Stadt verfügt sogar über einige Hausstrände, die schnell zu ereichen sind. Wer braucht schon das Mittelmeer?
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In Lapinlahti, im Herzen der finnischen Seenplatte gelegen, machen wir ein paar Tage Ferien am See. Die Gegend scheint wie ausgestorben, wenn man am Bahnhof aussteigt, ist man genau nirgendwo und man muss erst einmal die Ortschaft suchen. Die Jugendherberge scheint auch geschlossen zu sein, schließlich finden wir doch noch jemanden, der zuständig ist und sind weit und breit die einzigen Gäste, herrlich! Die Herberge liegt direkt am See, verfügt sogar über ein kleines Schwimmbad und eine finnische Sauna natürlich (und kostet im Doppelzimmer pro Nacht nur 13 Euro pro Person!!!). Die Umgebung ist sehr idyllisch mit den fast schwarzen, spiegelglatten Seen. Nur die Mücken sind blutrünstig, am Abend kann man sich kaum aus dem Haus trauen!
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Wieder unterwegs um über Landweg nach Schweden zu gelangen, machen wir kurz Halt in Kajaani. Die Nächte werden immer heller und länger je weiter wir nach Norden gelangen, einfach faszinierend. Die Zugverbindungen sind im Norden Finnlands relativ dürftig. so dass es etwas umständlich ist ins schwedische Gällivare zu gelangen. Weiter nehmen wir den Zug nach Kemi und schließlich noch den Bus über die Grenze. Ich glaube noch nie so viele Bäume gesehen zu haben!
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