Cape Town

14Nov06

Clifton BayErste Mission war natürlich Strand, von dem es in dieser Stadt Gott sei Dank genug gibt, also auf zur Clifton Bay mit den vier Stränden in idyllischer Lage mit runden Felsformationen und viel Grün. Das Wasser wegen dem kalten südatlantischen Benguelastrom natürlich eiskalt, sodass einem nach kurzer Zeit schon die Füße kribbelten, aber trotzdem erfrischend, da die Sonne sehr runter brannte.

Die Atmosphäre ist im Gegensatz zum Wirtschafts- und Finanzzentrum Johannesburg mehr als gemütlich und man kann sich schnell an dieses Lebensgefühl gewöhnen.
Das „getting around“ in der Stadt ist unkompliziert: einfach nach dem hop-on/off Prinzip in ein Minibustaxi hüpfen und Bescheid sagen wenn man wieder raus will, das ist noch immer am billigsten, auch wenn man sich in Stoßzeiten nicht mehr bewegen kann. Und gute Musik gibt’s meistens auch!

Das Muss in Kapstadt ist der berühmte Tafelberg, wo sich klarerweise die Touristen nur so tummeln und man sich anstellen muss um mit dem rasanten runden cable car, das sich auch noch dreht beim Fahren, raufchauffiert zu werden. Die Aussicht über die Stadt und Richtung Kap lohnt auf jeden Fall, interessante Flora und Fauna, das ein oder andere Tierchen, nette Pfade und Spazierwege. Daneben ein Restaurant mit überteuerten Preisen, aber das kennt man ja von allen wichtigen points of interest.

Aussicht vom TafelbergSonnenbad am TafelbergAussicht vom Tafelberg

Nächstes Ausflugsziel: das Kap der guten Hoffnung. Touren zum Kap gibt es von unzähligen Anbietern, aber man kann es auch selber machen, ist auch nicht sehr kompliziert: mit dem Zug fährt man von der Railway Station bis Simon´s Town. Und von dort kommt man mit einem so genannten „Rikki“, eine Art Mopedsammeltaxi ans Kap, Anruf genügt und eine halbe Stunde später und einem kleinen Spaziergang ins Dorfzentrum geht’s auch schon los. Der Fahrer agiert auch gleichzeitig als Guide und bleibt an allen wichtigen Aussichtspunkten zum Fotografieren stehen. Echt schön das Kap, aber wo sind die Pinguine??? Naja, mit Tiere beobachten haben wir es ja nicht so…Wahrscheinlich war gerade nicht Saison. Und der Wind geht auch ordentlich hier!

Zug nach VishoekKap der guten Hoffnungsüüüß!

Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher nach Vishoek/Fishhook und genossen die angenehme Strandatmosphäre in der schönen Bucht mit pastellfarbenen Häusern, die in den Hang reingebaut sind, erinnert ein wenig an Cinque Terre in Ligurien.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt lohnt ein Abstecher auf den Markt im Stadtzentrum in einer Seitenstraße der Longstreet (gleichnamiges Hostel in dieser Straße, sehr nette Leute und beste Atmosphäre!!), wo man Schnitzereien, Schmuck und den üblichen Schnickschnack kaufen kann. Auch die Waterfront und Hafen, mit vielen Restaurants und Lokalen ist einen Besuch wert.

Eine beliebte Aktivität sind die Township Touren, bei denen man mit einem Guide durch die extrem verarmten und benachteiligten Stadtrandvierteln, Townships genannt, fahren kann. Das Geld kommt dann zum Teil auch sozialen Projekten zu Gute. Aber eigentlich verzichte ich gern darauf mit unzähligen anderen Touristen auf Menschenschau zu gehen, die großteils nur ihre Fotos machen und ihren Wohlstand präsentieren. Man kann sich auch anders behilflich erweisen, ohne dass man den Lebensraum anderer wie ein Museum besucht.

 
 

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