Mit dem Fahrrad lässt sich Sukhothai, eine Wiege der Kultur mit Weltkulturerbestatus, am besten bestaunen. Im Zentrum des Interesses steht der Historical Park von Altsukhothai, der sich über einige Quadratkilometer erstreckt. Mit dem Rad lassen sich die Entfernungen gut bewältigen und man kann ausreichend Fotostopps einlegen. Die brennheiße Mittagssonne machte aber nicht nur uns zu schaffen bei so viel körperlicher Betätigung, sondern auch der Pfadfindergruppe, die einen ausführlichen Fußmarsch zu ihrem Sommerlager zurücklegen musste und neidisch auf unsere Fahrräder schielte.

Im Zentrum des alten Sukhothai liegt die von Stadtmauern umgebene Tempelanlage mit einer relativ hohen Dichte an alten Relikten. Erste Anlaufstelle ist der einstige Königspalast, die größte Agglomeration an kulturellem Erbe in Sukhothai. Interessant fand ich auch den einst hinduistischen Tempel Wat Sri Sawai, der später in einen buddhistischen konvertiert wurde. Wenn man die Mauern verlässt, trifft man nur mehr auf sehr verstreut auf Tempel und Stupas. Am bekanntesten ist davon der Wat Sri Chum mit dem großen sitzenden Buddha. Auf dem Weg dorthin sollte man eine Pause beim Wat Sapan Hin nicht vergessen nachdem man den Weg auf den Hügel bewältigt hat, wo zwei Buddhastatuen Sukhothai überblicken.

Aber nicht nur Altsukhothai ist sehenswert, sondern auch der „neue“ Teil der Stadt. Auch dort gibt es Wats zu besichtigen, aber vor allem geht es hier um die Gemütlichkeit einer Kleinstadt, gutes Essen und nette Leute. Alles zusammen findet man am besten auf dem Night Market, den es sowieso in fast jeder Stadt in Thailand gibt und wo es hauptsächlich darum geht sich zu einem guten Preis den Magen vollzuschlagen. Das Garden House mit seinen einfachen Holzbungalows als Unterkunft kann ich auch nur jedem empfehlen. Noch dazu spricht man dort sehr verständliches Englisch!

Das Schöne an Sukhothai war schlicht und einfach, dass es zu einem sehr entspannten, wenig überlaufenen Touristenziel zählt, obwohl es zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren Thailands zählt. So imposant in Quantität und Qualität wie die Tempel von Bagan in Burma sind jene von Sukhothai zwar nicht, aber ich hätte viel mehr Leute erwartet, die sich beim Fotografieren und Staunen gegenseitig im Weg stehen und sich durch die alten Ruinen schieben. Aber die meisten Touristen machen sich wohl gleich auf den Weg in den Norden nach Chiang Mai und sparen dazwischen einiges an Sehenswertem aus.

 
 

No Responses to “Die Sukhothai Challenge”  

  1. No Comments
Posting Your Comment
Please Wait

Leave a Reply

There was an error with your comment, please try again.